Manche Unternehmen fühlen sich abgehängt.
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„Lights on Layers – Clarity by Design?“ lautet das Motto der diesjährigen Technologietage der SAP-Anwendergruppe DSAG, zu dem sich aktuell 3300 Mitglieder in Hamburg versammelt haben. Die Aufmerksamkeit richten die Anwendervertreter auf drei Hebel, die einen großen Einfluss auf die digitale Transformation haben: Künstliche Intelligenz (KI), Daten und IT Sicherheit. „Diese drei Bereiche ordnen aktuell nicht nur den Technologiesektor neu, sondern die komplette Wertschöpfung“., berichtet Stefan Nogly, DSAG-Fachvorstand Technologie.
Künstliche Intelligenz ist ein zentraler Hebel, weil diese Technologie künftig jede IT-Architektur und alle Business-Capabilities verändert. Richtig eingesetzt, kann diese Technologie Entscheidungen beschleunigen, Prozesse verändern und Aufgaben erleichtern. Die Hürde dabei: SAP hat insbesondere im Bereich Agentic AI viele Lösungen entwickelt, aber in den Unternehmen kommen diese bisher noch nicht flächendeckend zum Einsatz. Die Walldorfer arbeiten daran, intelligente Lösungen in möglichst vielen Geschäftsprozesse zu platzieren. Die DSAG begrüßt diese Strategie laut Nogly: In ein Multi-Agenten-System zu investieren, ist richtig. KI darf nicht nur eine Ansammlung isolierter Use Cases sein, sondern muss als orchestriertes System entlang klarer Richtlinien funktionieren. Zudem ist es nötig, Modelle unterschiedlicher Anbieter miteinander zu integrieren.“
Um Künstliche Intelligenz Enterprise-ready zu machen, reichen KI-Agenten alleine laut Nogly nicht aus: „Performance, Sicherheit, Compliance Stabilität und Integration müssen von Anfang an mitgedacht und garantiert werden. SAP hat bereits viele KI-Funktionalitäten geliefert, nun kommt es darauf an, den Unternehmen das Implementieren und Nutzen dieser Technologie zu vereinfachen.“
Soll Künstliche Intelligenz für Unternehmen den erwünschten Mehrwert schaffen, muss sie integriert und regulierbar ablaufen und gut skalieren. Die Anwender erwarten, dass die Die SAP-eigenen Module sowohl mit den Produkten von Drittanbietern als auch mit den kundenspezifischen Erweiterungen eng zusammenspielen. Nun sind in vielen Unternehmen die IT-Systeme heterogen und stark individualisert. Das und die aktuell sehr komplexen Lizenzmodelle stellen laut DSAG große Hürden für den breiten Einsatz von SAP-basierter KI dar. „Unternehmen, IT-Dienstleister, die DSAG und die SAP müssen künftig eng zusammenarbeiten, um den Bedarf für individuelle Erweiterungen zu reduzieren“, fordert Nogly. „Wer das Clean-Core-Prinzip konsequent verfolgt, der kann bestehende IT-Landschaften ohne große Schwierigkeiten in die Cloud überführen oder um Cloud-Komponenten erweitern.“
Absolute Voraussetzung für den Erfolg mit Künstlicher Intelligenz sind gut gepflegte Stammdaten. Da diese Qualitätsstufe nicht überall vorliegt, wird das Datenmanagement künftig ein strategisches Handlungsfeld. Der nächste Schritt ist die Integration von Non-SAP-Daten. Die Walldorfer haben mit der Business Data Cloud ein Fundament für das übergreifende Harmonisieren von Daten geschaffen. Damit diese Plattform ihre volle Wirkung entfaltet, sind laut DSAG noch einige Erweiterungen nötig: „Die Unternehmen brauchen mehr vorgefertigte und dokumentierte Datenprodukte mit Kontrolle über die Domänen und dazu vordefinierte Schulungs- und Governance-Pakete“, fordert Nogly. „Nur eine stringente Data Governance stellt sicher, dass Datensilos und redundante Strukturen aufgelöst und unterschiedlich interpretierte Begriffe und Kennzahlen harmonisiert werden.“
Neben intelligenten Systemen und gut gepflegten Daten benötigen Unternehmen resiliente und gut abgesicherte Geschäftsprozesse. Da auch die Angreifer KI nutzen, steigt das Risiko. Die notwenigen Abwehrmaßnahmen sind noch nicht überall umgesetzt. Technische Funktionen alleine reichen aus Sicht von Nogly für Resilienz nicht aus. Nötig seien darüber hinaus Best Practices für eine Governance: „Unternehmen müssen verstehen, wie die KI-Agenten arbeiten, welche Daten sie nutzen und welche Richtlinien und Heuristiken Entscheidungen steuern. In einer KI-getriebenen Welt brauchen wir transparente Entscheidungswege, klar definierte Freigaben und eine Vertrauen schaffende Nachvollziehbarkeit.“
Bei hohen Innovationstempo in den Bereichen Cloud. Künstliche Intelligenz und Analytics kommt manch ein Unternehmen kaum hinterher. Cloud-Technologien werden vielerorts gerade erst eingeführt, und die Betriebe benötigen laut DSAG Orientierung und Unterstützung aus Walldorf. „SAP muss das Entwicklungstempo halten, um im Wettbewerb nicht zurück zu fallen“, erläutert Phillip Herzig, Chief Technology Officer bei SAP SE und gibt gleichzeitig zu, dass die Schere zwischen dem Innovation Race der Anbieter und dem realisierten Nutzen bei den Anwendern aktuell weiter aufgeht. Wollen Unternehmen von Künstlicher Intelligenz profitieren, sind sie auf SAP-Fachkräfte angewiesen, die Anwendungen wie den Assistenten SAP Joule mit den Inhouse-Systemen integrieren. Ein hoher Aufwand, der parallel zur Migration auf S/4HANA zu leisten ist.
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DSAG Ki Technologietage Cybersicherheit Cyber Security Nogly Agentic AI Herzig
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